Ge-dacht: Philosophie der Socken – Schönschreiberei

Ich habe so einen Tick: Ihr kennt ihn vielleicht schon, meinen Tick mit der Philosophie der Socken.
Ich wähle meine Socken nach meinem Gemütszustand aus, und versuche damit je  nach dem was ich gerade brauche, ein bisschen Lust oder festen Stand in den Tag zu bringen.
Bei der Durchsicht meiner Beiträge zu diesem Thema ist mir allerdings aufgefallen, dass ich eher zu nachdenklichen Themen neige, wenn es um meine Philosophie geht. Das hat sicherlich damit zu tun, dass ich natürlich gerne über bunte Socken schreibe, und ich diese hauptsächlich als meine kleine Selbst-psychologische Masche einsetzen, wenn mich irgendwas Negatives beschäftigt.  Andererseits gehört es für mich bei philosophischen Gedanken auch immer irgendwie um eine kritische Auseinandersetzung. Ich beschreibe eben Themen die mich stören oder die mich nachdenklich machen. Jetzt komme ich ins Grübeln, ob das überhaupt das Richtige ist. Neulich fragte mich jemand, worüber ich denn in meinem Blog schreibe. Und ich antwortete schnell und wie aus der Pistole geschossen „Über alles Schöne“.

blatt bunt
Denn so bin ich ja überhaupt zum Blog schreiben gekommen. Ich habe natürlich vorher unendlich viele Blogs gelesen und mich an alle den schönen Dingen gefreut, die ich gesehen habe. Sie haben mich angeregt und inspiriert, sie lassen mich träumen und genießen und zeigen einem die schöne Seite des Lebens. Das war auch die Intention meines Blogs.
Aber was meine Philosophie der Socken angeht, stimmt das gar nicht. Und wenn ich so recht darüber nachdenke, möchte ich in dieser Rubrik auch nicht nur über das Schöne philosophieren, sondern gerade Diskussionsgrundlage für alles Mögliche was einen bewegt bieten. Und bewegen tut mich natürlich auch viel Negatives oder Kritisches. Ich habe gerade den Blogbeitrag von MiMa hinter den Kulissen von OhhhMhhh gelesen. Im Artikel und vor allem in den Kommentaren wird dieses Thema auch noch mal aufgegriffen. Ich mag Steffis Blog sehr, auch gerade weil er ein „Happy Place“ wie Steffi es nennt ist.  In dem Moment wo ich mich auf einen Streifzug durchs Netz begeben und Blogs lese, habe ich natürlich meistens Lust auf etwas Schönes. Genauso wie ich mir meistens für einen gemütlichen und entspannten Nachmittag auf der Couch eine Living at Home oder ähnliches schnappe, und nicht unbedingt die FAZ oder die Spiegel Sonderausgabe zum 1.Weltkrieg. Das dabei dann die Tiefe verloren geht, versteht sich von selbst, gehört aber ja zum Plan.

blatt schwarz-weiß
Ich persönlich merke aber immer wieder, dass Blogbeiträge die nicht nur Schönschreiberei beinhalten bei mir deutlich mehr bewegen und in Erinnerung bleiben. Ich will natürlich auch kein „Tagebuch der Krankheiten und Fehlschläge“ (noch ein Zitat von Steffi aus dem Interview bei MiMa) schreiben, aber wenn ich mal einen miesen Tag habe, weil ich den Eindruck bekomme das plötzlich keiner mehr DANKE  sagen kann oder ich an akuter Lustlosigkeit und Entscheidungsschwäche leide, dann finde ich, dass das auch mal Themen zum Nachdenken sind. Und so nehme ich sie in meiner Philosophie der Socken auf.
Wie ist es denn bei Euch, was möchtet Ihr in einem Blog lesen, und was auch gerade nicht?
Liebe Grüße
Gesa

P.S. Meine Socken sind heute richtig wild gemustert, wie Ihr auf Instagram sehen könnt. Mein kleiner Aufmunterer um diesen Post zu veröffentlichen.

Ein Gedanke zu „Ge-dacht: Philosophie der Socken – Schönschreiberei“

  1. Ich glaube für Blogs gilt tatsächlich: „Always look on the bright side of life“. Als Anregung für die eigene Kreativität ist das mal ganz nett… Mich nervt dieses ewig positive dann aber auch mal, weil ich es als sehr oberflächlich empfinde. Besonders wenn ich die Bloggerin persönlich kenne, so wie Dich! Man kann natürlich auch Nachdenkliches (wie nachdenklich? nur nachdenklich oder richtig ehrlich auskotzen?) bloggen, aber da steht das dann für immer und ewig im Netz und erinnert einen dran, wenn schon längst alles wieder Sonnenschein ist. Für alle Wehwehchen, Weltschmerz, doofe Männer, unfreundliche Mitmenschen, ungezogene Kinder und all den restlichen Nervkram gibt es doch Freundinnen – ECHTE! In Fleisch und Blut!! Bin ich mit meiner Meinung alleine? (Meine Sozialisierung fand offline statt – wir hatten ja nichts, damals ;-)))
    Treffen? Wann? Dicke Umarmung!

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