Ge-backen: Focaccia mit Olivenöl

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Aussen knusprig und innen schön weich, noch lauwarm aus dem Ofen und mit einer tollen Note von Olivenöl und Kräutersalz ist Focaccia wirklich die ideale Grillbeilage. Dies aus der Region Ligurien in Italien bekannte Brot erkennt man ganz schnell an dem Lochmuster. Die Löcher werden mit dem Finger oder einem Löffelstil in den ungebackenen Brotteig gepresst und dann mit Olivenöl gefüllt. So ergibt sich eine wunderbare Kruste. Wenn ich dieses Brot backe kann ich mich am Grillabend eigentlich alleine von den Beilagen ernähren. Grundlage für das Brot ist ein Hefeteig, das bedeutet also etwas Vorbereitung damit der Teig in Ruhe gehen kann. Folgende Zutaten braucht Ihr für das Focaccia Rezept:

Focaccia rezept

Zunächst wird das Mehl in eine Schüssel gesiebt. Die Hefe löse ich im lauwarmen Wasser mit dem Salz und dem Öl auf. Dann gebe ich die ganze flüssige Mischung in eine Mulde in die Mitte des Mehls und rühre nach und nach vom Rand mehr Mehl ein. Schließlich vermische ich alles zusammen zu einem Teig und forme daraus eine Kugel. Diese wird zum Gehen abgedeckt und an einen warmen Ort gestellt. Ich nutze dafür oft den Backofen, den ich vorher auf 50 Grad erwärmt habe. Wenn ich den Teig dann in den Ofen stelle mache ich ihn wieder aus, sonst trocknet der Teig zu stark aus. Der Teig ist gut, wenn er etwa das Doppelte seines Volumens erreicht hat. Dies ist spätestens nach 1 Stunde passiert. Nun wird der Teig erneut durchgeknetet und in die entsprechende Fladen-Form gerollt. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech sollte das Brot jetzt erneut etwa 15 Minuten abgedeckt gehen können. Wenn der Teig schön aufgegangen ist, werden mit dem Finger oder dem Löffelstiel die Löcher hinein gedrückt.

Focaccia 1

Diese Löcher werden dann mit den 50 ml Olivenöl gefüllt. Wichtig ist natürlich, dass Ihr richtig gutes Olivenöl nehmt, also welches, dass im puren Geschmack eher mild und fruchtig ist und nicht zu bitter. Denn schließlich wird das ganze Brot diesen Geschmack annehmen. Am Ende das Brot noch mit groben Meersalz oder Kräutersalz bestreuen und für 20 Minuten bei 200 Grad backen. Man kann das Brot auch noch belegen, dabei sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft findet man Focaccia mit Oliven, dann wird jedes Loch im Teig nach dem begießen mit Olivenöl noch jeweils mit einer Olive gefüllt. Oder man lässt die Löcher weg und belegt den Teig insgesamt mit Zwiebeln, Tomaten, Käse, Rosmarin oder auch Sardinen, träufelt dann das Olivenöl über die gesamte Fläche und ab in den Ofen. Ich habe bei meiner Variante noch ein ganz spezielles Salz verwendet, ein kleines Mitbringsel von unserem Sardinien-Urlaub: Meersalz mit Myrte.

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Die Beeren und die Blätter der Myrte werden auf Sardinien sehr breit genutzt. Aus ihnen wird auch der traditionelle Likör Mirto hergestellt. Bei dem Salz von Sarboris Salius wird sardisches Meersalz mit einem Extrakt der Beeren und Blätter der Myrte aromatisiert. Dies passt sehr gut zu kräftigen Speisen und Fleischgerichten.

Ich bin ja im Moment total im Brot-Back-Fieber. Wer mir auf Instagram folgt wird gesehen haben das es dieses Wochenende schon wieder etwas selbst Gebackenes gab, diesmal das französische Brioche. Das Rezept findet Ihr bald auf dem Blog. Was ist denn Euer bestes Brot-Rezept?
Liebe Grüße
Gesa

Ge-reist: Sardiniens Südküste

Werbung – oder Tipp – ganz wie man es sehen möchte. Allerdings unbezahlt und nur weil ich es selbst schön finde!

Wieder da! Zurück aus dem Sommerurlaub. Es war wunderschön. Wollt Ihr wissen wie schön Sardiniens Südküste ist? Na, dann schaut mal her!

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Sardinien ist ja bekannt für die wunderbaren Strände und das glasklare Wasser. Von unserem Ferienhaus konnten wir zu Fuß verschiedene Strände erreichen. Wir mußten uns nur noch entscheiden: Puderzucker-Sandstrand oder ein paar Steine zum Klettern?

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Ein bißchen Luxus? Geht natürlich auch! Absolute Top Empfehlung in Sachen Strandbar von uns ist das Maklas. Hier haben wir uns einen Tag gegönnt und ihn sehr genossen.

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Die Terrasse von unserem Ferienhaus im Villaggio Rocca Sant’Elmo hatte einen wunderbaren Ausblick. Ich habe hier stundenlang einfach nur gesessen und gestaunt.

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Ein wunderbares Essen im Restaurant Sa Marighedda. Wer authentische sardische Küche genießen möchte ist hier genau richtig. 6 wunderbare Gänge, toller Wein, nette Gastgeber und ein toller Kinderspielplatz  für 30 € machen dieses Restaurant absolut empfehlenswert. Apropos sardische Küche: hier wird nicht nur Fisch ganz groß geschrieben, eine absolute Spezialität des Sa Marighedda ist Spanferkel.

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Bei so vielen tollen Stränden ist natürlichen Planschen immer auf der Tagesordnung. Flach abfallende Sandstrände und meistens ruhiges Meer machen die Costa Rei zu einem Traum für Kleinkinder. Und für die Älteren empfehle ich eine Schnorchelausrüstung.

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Ein bisschen Kultur ist natürlich auch dabei, die Stadt Cagliari bietet viele wunderschöne Kirchen, typisch mediterrane Gassen und auch ein paar Shoppingmöglichkeiten.

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An 2 von 14 Tagen gab es dann auch mal so richtig Brandung!

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Hach ja, es war wirklich ein wunderbarer Strandurlaub! Nach all den Impressionen jetzt noch ein paar Informationen zur Reise insgesamt. Wir waren für 14 Tage an der Südostküste von Sardinien an der Costa Rei. Für uns war es bereits die 2. Reise nach Sardinien und wir können den Juni als Reisezeit nur empfehlen. Zu dieser Zeit ist das Wetter dort schon richtig gut, aber der großer Besucheransturm lässt noch auf sich warten. Geflogen sind wir von Hamburg über München nach Cagliari. Insgesamt war die Verbindung sehr gut und auch für unsere 2,7 Jahre alte Tochter war die Reisezeit sehr gut zu ertragen. Ab Cagliari haben wir uns für die gesamten 14 Tage einen Mietwagen genommen. Das würde ich auf Sardinien auch immer empfehlen. Es gibt einfach so viel zu sehen, überall unterschiedliche Strände und andere Naturschönheiten. Zudem waren wir diesen Urlaub Selbstversorger in einem Ferienhaus. Da muss man dann doch ab und zu mal los um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Kleinere Supermärkte und Einzelhändler gibt es in jedem Dorf der Costa Rei, richtige große Supermärkte und Malls findet man hingegen nur um Cagliari herum. Alles zusammen war unser Urlaub der ideale Strand-Kleinkinder-Urlaub. Kultur und Sport ist etwas kurz gekommen, aber dieses Jahr war das auch nicht unser Ziel. Ach ja, und dann war natürlich das fantatisch- italiensisch- sardische Essen so unheimlich gut, dass sich einfach jeder Urlaub auf Sardinien lohnt. Ich werde bestimmt wiederkommen Du wunderbare Insel!

Und was sind oder waren Eure Urlaubsziele dieses Jahr?
Liebe Grüße
Gesa

Ge-reist: Sardinien 2013

sardinien panorama

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Ich kann es kaum glauben, aber tatsächlich ist unser Sommerurlaub schon wieder vorbei. Aber er war wunderschön und ich möchte Euch kurz davon berichten. Wir waren dieses Jahr auf Sardinien, und zwar in der Nord-östlichen Gegend, in der Nähe von Olbia. Unser Ort hieß Porto Istana und wir haben hier Ende Juni zwei wunderschöne sonnige, ruhige, erholsame Wochen verbracht. Seit unsere kleine Tochter (fast zwei) da ist, haben sich natürlich die Urlaubsprioritäten etwas geändert. Gesucht hatten wir also nach einem schönen Strandurlaub mit einem bisschen Komfort, aber nicht zu groß oder zu schick. Denn ich bin ganz ehrlich, ich war einfach viel zu faul und wollte nicht viel mit Essen, Kochen etc zu tun haben. Aber ich wollte auch nicht vor Scham im Boden versinken, wenn unsere kleine Maus mal lautstark ihren kleinen Dickkopf durchsetzen will oder die komplette Schokoladeneisportion in 0,1 sek über den Tisch verteilt. Wir haben uns schließlich für das Hotel Ollastu entschieden. Gebucht haben wir über Eva Sardinia, die bei der Suche nach einem Hotel auf Sardinien mit 2 zu verbindenden Zimmern unheimlich nett und kompetent geholfe haben. Alles in allem waren wir mit unserer Hotelauswahl auch sehr zufrieden, auch wenn es ein paar Punkte gab, die nicht ganz optimal waren. Aber zunächst ein paar Eindrücke:

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Sehr positiv fanden wir die Lage: Vom Flughafen in Olbia, der inzwischen von vielen Flüghäfen direkt angeflogen wird, braucht man nur knapp 20 Minuten zum Hotel, und trotzdem hat man gar keinen Fluglärm. Zudem sind viele Einkaufsmöglichkeiten in guter Nähe zu erreichen. Jedoch braucht man unbedingt einen Mietwagen! Den haben wir sogar für Wege auf dem Hotelgelände nutzen müssen. Das Hotelgelände ist nämlich sehr weiträumig, überall stehen maximal 2-geschossige Gebäude mit Zimmern und Suiten verteilt und sind eingebettet in eine wunderbare grüne Landschaft mit einem fantastischen Blick auf das Meer und den Hafen. Wir hatten das Glück das Hotel-Ferienhaus Nummer 184 zu bekommen, obwohl wir eigentlich 2 Doppelzimmer mit Verbindungstür gebucht hatten. Das bedeutet wir waren nur 100-300m von verschiedenen Stränden entfernt und hatten zudem ein ganzen Haus für uns. Inklusive Terrasse, Küche, Wohnzimmer etc. Das ist natürlich mit Kind super. Allerdings waren wir damit maximal weit weg vom Restaurant, so dass wir diese Strecke wie schon erwähnt meistens lieber gefahren sind. Wir waren letztlich sehr glücklich mit diesem Haus. Einige kleine Abstriche gab es für eine sehr kindergefährliche freistehende Wendeltreppe aus Stein ohne Geländer, die fehlende Kaffeemaschine oder ähnliches, und den etwas mäßigen Zustand. Damit meine ich die etwas schäbige Ausstattung mit zahlreichen Gebrauchsspuren. Uns hat das tatsächlich gar nicht gestört, wenn wir dieses Haus aber zu dem Originalpreis gebucht hätten, wäre ich sicherlich schon etwas enttäuscht gewesen.

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Die Strände in der Umgebung sind wirklich wunderschön, das Wasser ist kristallklar und man kann wählen ob man den Strand mit Puderzuckersand oder den Strand mit leichten Kieseln haben möchte. Man sollte aber bedenken, dass in dieser Gegend fast immer mehr oder weniger Wind weht. Wir hatten eine Strandmuschel dabei, die an einigen Tagen ganz schön gebeutelt wurde. Aber durch die unterschiedliche Strandauswahl kann man hier auch gut die Strandwahl nach der Windrichtung treffen. Für etwas ältere Kinder würde ich Badeschuhe empfehlen, denn in den etwas tieferen Wasser beginnen hier bereits die ersten Steine. Das ist ein wunderschönes Schnorchelerlebniss mit Korallen, Fischen und allerhand anderes Meeresgetier. Dazu gehören aber eben auch Seeigel und Seegurken.

Das Restaurant unseres Hotels wird vielfach hoch gelobt. Wenn man Halbpension gebucht hat, bekommt man jeden Abend ein 4 Gänge Menü und man kann zwischen 3 Gerichten wählen. Das Essen war gut und insbesondere die sardische Küche hat uns super gefallen. Die typische italienische Kinderfreundlichkeit sorgte jeden Abend für ein tolles Kinderessen (Pasta in allen Variationen aber auch andere Wünsche wurden erfüllt). Dennoch würde ich die an einigen Stellen sehr hochgelobte Küche nicht unebdingt als ein besonderes, unbedingtes Feinschmeckerrestaurant  empfehlen.

sardinien restaurantblick

Wenn man möchte kann man mit einem Mietwagen in der Umgebung natürlich noch viele Ausflüge machen, manchmal muß man jedoch 1-2 Stunden Fahrt einplanen, wenn man zum Beispiel Grotten oder Schluchten besuchen möchte. Wir waren alle sehr erholungsbedürftig und haben daher diesmal hauptsächlich einen Strandurlaub genossen.

Fazit: Dies war mein 2. Sardinienbesuch und bestimmt nicht der letzte. Ich bin ein großer Fan der Insel. Zudem ist Sardinien so groß und vielseitig, dass ich unbedingt auch noch die anderen Ecken kennen lernen will. Das Hotel war schön und wir haben uns wohl gefühlt, dennoch war es nicht so einzigartig oder sensationell, dass ich noch ein 2. Mal genau dorthin fahren würde.

Wart Ihr schon mal auf Sardinien? Was hat Euch besonders gut gefallen?

Liebe Grüße

Ge-sa