Ge-kocht: Kartoffelflammkuchen ohne Teig

Kartoffelflammkuchen 3

Ich muss einfach dieses tolle und einfache Rezept für Kartoffelflammkuchen ohne Teig mit Dir teilen. Obwohl manch einer sicherlich folgendes denken wird:

Ja, was ist denn hier los? So lange Funkstille auf dem Blog? Bloggt denn die Gesa überhaupt noch? Ja, ich glaube schon. Dieses zeitraubende Hobby ist einfach zu kurz gekommen in letzter Zeit, aber ich werde schon noch weiter machen. Gelegentlich, vielleicht auch unregelmäßig – aber so ganz ohne mag ich auch nicht. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.
Aber dieses Rezept muss einfach geteilt werden. Es ist easy, familientauglich und unheimlich lecker. Kartoffelflammkuchen ohne Teig könnte auch Kartoffelpizza heißen – oder Rösti mal anders. Statt Teig werden hier nämlich einfach hauchdünne Kartoffelscheiben überlappend rund auf einem Backblech ausgelegt und später zum Flammkuchen mit dem entsprechenden Belag verfeinert. Klasse, oder?

Du brauchst folgende Zutaten:

Rezept Flammkuchen

Die rohen Kartoffeln müssen entweder sehr gut geputzt oder geschält werden, damit sie dann in sehr dünne Scheiben gehobelt werden können. Diese dünnen Scheiben legst Du rosettenförmig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Dabei sollen sich die Scheiben schon deutlich überlappen. Die Scheiben werden später im Backofen etwas kleiner und vermutlich auch wellig – daher ruhig sehr dicht auslegen. Für mich geht es am besten wenn die Fläche nicht zu groß ist, dann kann man sie später leichter vom Backpapier lösen.

Kartoffelflammkuchen Traube 3

Nun kannst Du diese Kartoffelscheiben mit ein bisschen Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Und schon geht es für 15 Minuten bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen. So lange die Kartoffel-Fladen vorgebacken werden, kann man den Belag vorbereiten. Also z.B. Zwiebeln und Schinken klein schneiden, oder auch jeden anderen Belag den Du gerne magst. Meine 2. Variante war eine mit Camembert, Trauben und Pinienkernen.
Zwischendurch muss man immer mal wieder in den Ofen gucken. Wenn nach etwa 10 Minuten die Kartoffelscheiben schon sehr deutlich wellig sind und die Fläche nicht mehr ganz dicht ist, kann man für die restlichen 5 Minuten etwas Backpapier und dann ein 2. Backblech auf die Fladen pressen und damit beschweren. So werden die Fladen wunderbar flach und dicht.

Kartoffelflammkuchen Detail

Nach den 15 Minuten habe ich die Kartoffelfladen aus dem Ofen genommen und zunächst mit 1 EL Schmand bestrichen. Dann erfolgt der Belag und schließlich geht das Ganze für weitere 10 Minuten in den Ofen. Und schwupps sind die Kartoffelflammkuchen ohne Teig fertig! Vorsichtig mit einem Pfannenwender vom Backpapier lösen und schnell servieren. Einfach köstlich und für mich als Kartoffelfan super genial. Ziegenkäse, Rosmarin und Honig könnte ich mir als Belag auch gut vorstellen. Und was würdest Du als Belag wählen?

Ich wünsche Dir einen guten Appetit !

Liebe Grüße

Gesa

Kartoffelflammkuchen 1

Ge-kocht: Kartoffel-Tarte mit Ziegenkäse

Kartoffeltarte 1

 

Werbung – oder Tipp – ganz wie man es sehen möchte. Ich habe die Tarteform geschenkt bekommen aber kein Geld für den Beitrag bekommen.

Juhu, ich bin endlich Besitzerin einer rechteckigen Tarteform! Ich finde diese Tartefomen total schön und man sieht sie ja auch auf sehr vielen Blogs für tolle Rezepte. Und nun ist Sie auch in meinem Haushalt eingezogen dank www.meincupcake.de. Die Tarteform ist von Kitchen Kraft und hat einen herausnehmbaren Boden. Super praktisch und sehr hochwertig.

Mein erster Versuch mit der Tarteform war eine Kartoffel-Tarte mit Ziegenfrischkäse. Die war so lecker und kaum aus der Form gehoben auch schon aufgegessen. Ich bin ein richtiger Kartoffelfan. Ich finde manchmal reicht eine gute Kartoffel mit Butter und Salz für ein richtig tolles Geschmackserlebnis. Wie hier mit Mürbeteig, Ziegenfrischkäse und Rosmarin wird daraus ein raffiniertes Gericht. Folgenden Zutaten braucht Ihr dafür:

Kartoffeltarte Rezept

Zunächst solltet Ihr die Kartoffeln kochen, wenn Ihr nicht noch ein paar fertig gekochte Reste habt. Kocht sie ruhig gar, aber dennoch schnittfest. Dann geht es an den Mürbeteig, Dazu müsst Ihr alle Zutaten zimmerwarm zusammenkneten. Das Wasser solltet Ihr nach und nach je nach Konsistenz des Teigs zugeben. Der Teig sollte knetbar sein und nicht auseinander brechen. Nun muss der Mürbeteig zunächst etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, dazu forme ich eine Kugel und schlage sie in Frischhaltefolie ein.

Kartoffeltarte 2

Während dieser Zeit kann die Cremefüllung vorbereitet werden. Dazu müsst Ihr den streichfähigen Ziegenfrischkäse mit der Sahne glatt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann den frischen Rosmarin klein schneiden und etwa die Hälfte davon unter den Ziegenfrischkäse heben.
Wenn der Teig fertig gekühlt ist, nehmt ihn aus dem Kühlschrank und lasst ihn etwa 15 Minuten wieder die Zimmertemperatur annehmen, dann kann man ihn leichter ausrollen. Rollt ihn etwa 0,5 cm dick aus und kleidet die Tarteform damit aus. Ich habe noch Backpapier drunter gelegt. Nun muss der Teig bei 180 Grad für 15 Minuten blind gebacken werden. Dazu stecht Ihr mit einer Gabel kleine Löcher in den Teig, belegt ihn erneut mit einer Lage Backpapier und gebt dann als Gewicht ein paar getrocknete Hülsenfrüchte darauf. So kann der Teig vorgegart werden, es entstehen durch das Gewicht der Hülsenfrüchte keine Luftblasen und die Wärmeleitung auf der Oberfläche ist ideal. Ich benutzte übrigens immer große weiße Bohnen, dann ist es nicht so kompliziert sie nachher wieder zu entfernen. Zum Kochen kann man die Hülsenfrüchte anschließend nicht mehr verwenden, aber natürlich immer wieder zum Blindbacken.

blind backen

Nach den 15 Minuten Backzeit wird der Teig aus den Ofen genommen und die Bohnen und das Backpapier werden zügig entfernt. Achtung: Heiß! Dann könnt Ihr den Boden mit der Ziegenfrischkäsecreme bestreichen und anschließend die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln als Belag darauf anordnen. Zusätzlich gebe ich gerne 2-3 zerbröselte Ziegenfrischkäsetaler oben drauf. Nun noch mit Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen und mit ein paar Tropen Olivenöl besprenkeln. Jetzt geht es für weitere 15-20 Minuten in den Ofen und schon ist die Kartoffel-Tarte mit Ziegenkäse fertig. Ich habe dazu noch eine kleine Sauce aus Rotwein-Schalotten gereicht- das muss aber nicht sein.

Ich glaube in der nächsten Zeit werden bei uns deutlich häufiger Tarte-Rezepte probiert! Vielen Dank an meincupcake.de für die Backformen! Welches ist denn Euer liebstes Tarte-Rezept?

Liebe Grüße

Gesa

Kartoffeltarte 3

Ge-post-ed: Post aus meiner Küche Part II

Heute möchte ich Euch die Rezepte für meine 3 anderen Leckereien im Rahmen der „Post aus meiner Küche“ Aktion geben. Am Tag der Freundschaft hatte ich mich mit meiner Tauschpartnerin Henriette getroffen und ihr folgende Kleinigkeiten bereitet: Waldmeister-Limonen-Sirup, Paranuss-Cranberry Fudge, „Chipse“ und Schokoladen-Crackles. Das Rezept für diese unglaublich leckeren Schoko-Kekse hatte ich direkt am 30.07. gepostet. Meine Anleitungen für die selbstgemachten Verpackungen beschreibe ich Euch dann anderes Mal.

Waldmeister-Limonen- Sirup

sirup 2

Ich liebe Waldmeister, schon immer! Früher gab es so ein super-tolles Eis mit Waldmeister-Geschmack. Es war eine kleine Variante des heutigen CujaMara-Split, innen Vanilleeis und außen eine Hülle aus Wassereis. Beim meinem Kindertraum war diese Wassereishülle giftgrün und mit Waldmeister-Geschmack. Und das ganze hieß: Grünofant! Unglaublich, oder? Wie man auf den Namen gekommen ist….

Nachdem wir in unser Haus gezogen sind und ich erkannte, dass der Garten hauptsächlich im Schatten liegt, war ein großer Trost meine Aussicht auf eine Waldmeister-Farm in Erinnerung an meine Grünofant-Liebe. Und so kann ich jedes Jahr Waldmeister in rauen Mengen ernten. Und wenn ich rechtzeitig daran denke, dann schaffe ich es sogar und friere Waldmeister ein.
Das besondere Aroma hat Waldmeister durch den Stoff Cumarin. Dieser Stoff kann in großen Mengen Benommenheit und Kopfschmerzen auslösen, in kleinen Mengen hingegen wirkt er krampflösend und entzündungs-hemmend. Es ist wie immer, die Dosis macht das Gift und mit dieser Limonade kann man nichts verkehrt machen!
Zum Glück hatte ich jetzt noch einen Bund Waldmeister (etwa 10 Stängel)  übrig, denn für diesen Sirup ist er unerlässlich.

Die Basis dieses Sirups bildet Läuterzucker. Dafür gibt man 100g Zucker in 100 ml Wasser und lässt das Ganze aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
Danach nimmt man den Topf vom Herd und gibt die Blätter des Waldmeister in den Topf. Dazu gibt man noch die Schale von einer Bio-Limone (möglichst ohne das Weiße, ich schäle sie mit einem Sparschäler ab). Diese Mischung lässt man nun 4 Stunden ziehen. Abschließend gisst man den Sirup durch ein Tuch um alle Blätter und Schwebstoffe abzufiltern, und füllt den Sirup mit etwa 100 ml Limonensaft auf. Diesen Sirup kann man als Limonadengrundlage verwenden und mit Mineralwasser auffüllen, oder man gießt ihn mit Prosecco auf.
Prost!

Paranuss-Cranberry- Fudge
Fudge

Zusammen genießt man doch besonders gerne Süßes..und dieses Rezept hier ist für was wirkliches Süßes—hmmhhjammmjamm. Man kann nicht so viel davon essen und es ist im Grunde genommen auch kein echter Fudge, sondern mehr so eine Art weiche Schokolade. Nichts desto trotz ist es eine Sünde wert. Oder auch Zwei, oder auch Drei…….. aber mehr kann ich dann nicht.

Für den Fudge schmilzt man 200 g weiße Schokolade im Wasserbad. Wenn sie komplett geschmolzen ist, mischt man sie mit 100g Frischkäse und 130g Puderzucker. Zum Schluss noch 200g grob gehackte Paranüsse und eine große Hand voll Cranberries unterheben. Die ganze Masse füllt man am besten in eine Form von etwa 15 mal 20 cm die man mit Frischhaltefolie ausgelegt hat. Und nun über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen und anschließend in kleine Quadrate schneiden. Lagern kann man den Fudge auch am besten im Kühlschrank oder im Sommer wie jetzt auch gerne im Gefrier (für etwa 1 Woche).

Mikrowellen-Chipse

Chipse

Dieses Rezept ist mein Liebling und war auch meine erste Wahl bei der Entscheidung, was ich für Henriette bereiten möchte. Ich finde zu so einem richtigen Mädelsabend gehören immer Chips. Und nun habe ich rausgefunden, dass man sie tatsächlich ruckzuck selbst machen kann.
Man schneidet die Kartoffeln in dünne Scheiben und legt sie sofort danach in Öl. Ich habe Olivenöl genutzt und vorher die Gewürze meiner Wahl hinzu getan. Meine Mischung war Salz, Pfeffer, Bockshornklee, Kumin, Kreuzkümmel und noch ein Zitronencurrypulver. Man muss darauf achten, dass die Kartoffelscheiben komplett mit dem Öl bedeckt und vermischt sind. Und jetzt kommt das Ganze in die Mikrowelle. Ich habe es sowohl auf einem Teller als auch auf Backpapier versucht. Wichtig ist, dass jede Scheibe einzeln liegt. Auf einem Teller bleiben leider einige Scheiben sehr heftig kleben, auf dem Backpapier muss man dafür deutlich besser aufpassen, ob schon einzelne Scheiben verbrennen, während andere noch nicht soweit sind. Ich bin noch unschlüssig welche Variante ich besser finde. In jedem Fall braucht man so etwa 6-8 Minuten auf der höchsten Stufe. Für die ersten Versuche sollte man dabei bleiben und kontrollieren, denn es gibt so einige Variationen in der Dauer. Aber danach sind die Chips auch schon fertig. Nur noch kurz mit Küchenpapier das Öl abtupfen und schon kann losgeknuspert werden!

Und damit habe ich Euch alle meine Rezepte für meine erste Teilnahme an der „Post aus meiner Küche“ Aktion gegeben. Mir hat es unheimlichen Spaß gemacht daran teilzunehmen und ich hoffe sehr, dass ich beim nächsten Mal auch wieder mit dabei sein kann.

Liebe Grüße

Gesa