Ge-dacht: Mal raus dem Alltagstrott

 

Ich habe letztes Jahr oft Ge-dacht: Ich musst jetzt mal raus aus dem Alltagstrott! Ich brauche Urlaub.

Urlaub ist ja wirklich eine tolle Zeit! Ich mag es sehr Urlaubsreisen zu planen und die Vorfreude ist für mich immer ein sehr großer Teil des gesamten Erlebnisses. Obwohl wir meistens gar nicht so lange im Voraus planen sondern auch gerne recht spontan entscheiden was man machen könnte. Trotzdem sind wir natürlich an die Ferienzeiten gebunden und Urlaub ist auch wirklich nur eine zu kurze Zeit im Jahr. Aber aus dem Alltagstrott raus kommen kann man trotzdem. Und es ist so wichtig, sich mal eine Pause zu gönnen und die Gedanken anders zu bewegen

Daher möchte ich hier für die kleinen Auszeiten eine Lanze brechen.

Kleine Auszeiten vom Alltag sind gut für Dich

Fahr doch mal wieder weg. Nur so am Wochenende. Oder auch nur für einen Tag. Mit der ganzen Familie irgendwo hin wo ihr noch nicht wart. Oder alleine zu einem Ort an den Du immer schon mal wolltest. Für ein paar Stunden raus aus den Terminen und Verpflichtungen. Warum? Weil es gut tut und weil es den Blickwinkel verändert. Vielleicht auch einfach mal treiben lassen und nicht alles im Vorfeld planen. Und dann Zeit haben- Zeit zum Träumen. Tagträumen. Gedanken schweifen lassen. Einfach mal nur so sitzen. Den Blick nicht fokussieren. Mal raus aus dem Alltagstrott.

Am Anfang fand ich das manchmal auch etwas schwer- so Nichts zu tun. Dann haben mir ein paar Spiele mit meiner Tochter geholfen- suche die schönsten Steine oder baue ein Bild aus gefundenen Blättern. Oder kritzel ein Bild ohne vorher zu wissen was es wird. Und dann eine Schluck Wasser trinken. Langsam das kühle Glas in die Hand nehmen dass sich ganz glatt und fest anfühlt. Das Wasser schmecken und sich langsam erfrischt fühlen. Einfach mal nur diesen Moment wahrnehmen….klingt zu esoterisch für Dich? Probiere es doch mal aus!

 

 

 

Mein Tipp: Terminfreier Tag

Also ich habe diese kleinen Abendteuer komplett für mich entdeckt. Natürlich ist es toll auch mal seine freie Zeit zu Hause zu verbringen. Aber dann fange ich an etwas weg zu räumen, eine Waschmaschine anzustellen, nochmal schnell die Terrasse zu fegen, einzukaufen und einen Kuchen zu backen und zwischendurch mit dem Kind zu spielen und schon ist der Tag rum. Einfach so. Untergegangen. Im Alltag.

Viel nachhaltiger für mich und mein Gemüt ist es da mal weg zu fahren. An den Strand- für den ganzen Tag. Oder in den Wald- oder in eine andere Stadt, ein anderes Museum oder, oder, oder. Auf jeden Fall etwas Neues zu unternehmen. Ich finde es dabei einfach so toll seine Gedanken mal um etwas komplett Neues drehen zu lassen. Wirklich dem Alltag zu entfliehen. Und plötzlich kommen mir die Tage viel länger vor. Und vor allem das Ganze ohne den kompletten Plan – also ohne Termine die man einhalten muss. Mein Tipp ist nichts zu verabreden, keine Tickets im Vorfeld zu besorgen und keinen Zeitplan einhalten zu müssen. Wenn etwas dazwischen kommt, soll es dazu gehören und nicht stören. So seltsam es klingt, in meinem Alltag ist es irgendwie Luxus geworden die Augen zu öffnen und sich mal treiben zu lassen.

 

 

Da wir gemerkt haben wie gut uns das tut und wie viel Spaß es macht haben wir uns einen kleinen Camper zugelegt. Wir haben jetzt für kleine oder größere Ausflüge eine kleine Küchenzeile und Schlafplätze dabei. Wenn wir Lust haben packen wir ein paar Sachen ein und fahren los. Da wir in Hamburg wohnen ist natürlich ganz oft das Meer unser Ziel, aber wir haben auch schon am Wegesrand eine Feldes gestanden oder auf Museumsparkplätzen unseren Kaffee gekocht. Ich liebe diese Freiheit und werde Euch demnächst berichten, wie wir unsere ganzen Herbstferien mit dem Camper unterwegs waren um Deutschland zu entdecken.

Hast Du vielleicht ein paar Empfehlungen für uns, wo wir unsere nächste Auszeit verbringen sollten? Wie kommst Du am Besten raus aus dem Alltagstrott?

Sei Ge-grüßt,

Gesa

 

Ge-bastelt: Osterdekoration

Osterdeko 3

Bei meiner Osterdekoration dieses Jahr habe ich mich von Tina vom Klabüstermann inspirieren lassen und schöne große Deko-Eier aus Wolle und Bändern gefertigt. Den Originalartikel von Tina findet Ihr hier, ich habe das Ganze jedoch etwas abgewandelt und an Ostern angepasst. Und so habe ich eine wunderbare Frühlingsdekoration gebastelt, die schon auf Ostern einstimmt.

Osterdeko 5

Die Basis dieser Bastelidee ist Wolle, die in Tapetenkleister getränkt und dann um Luftballons gewickelt wird. Gefertigt habe ich die Ostereier zunächst aus Wollresten, dann aber auch Welche aus Schnur. Beides funktioniert sehr gut. Um eine etwas luftige Struktur zu erreichen, habe ich versucht so wenig Material für das Netz wie möglich zu nehmen, aber trotzdem eine Stabilität zu erreichen. Dazu musste ich ein bisschen experimentieren.
Am Anfang war ich vorsichtig und habe etwas mehr Schnur um die Luftballons gewickelt, nach einigen Versuchen kam ich dann bei den letzten Exemplaren raus, die Ihr auf den Fotos seht. Sie sind sehr luftig, behalten aber noch die schöne Form der Ostereier.

Osterdeko 4

Ich habe im Netz zwei Varianten der Fertigung gefunden und ausprobiert. Bei der einen Version wird der aufgeblasenen Luftballon zunächst mit der Wolle oder Schnur umwickelt und dann mit Tapetenkleister eingerieben (so intensiv, dass die Fäden sich wirklich stark mit dem Kleister vollsaugen können).
Bei der zweiten Variante wird die Wolle zunächst in Tapetenkleister getränkt und dann um den Ballon gewickelt. Diese Version hat mir besser gefallen, da hier nicht so viele getrocknete Kleberreste zwischen den Fäden verbleiben. Da ich aber sehr leicht Knoten in lange Schnüre bekomme, habe ich eine etwas arbeitsintensivere Variante gewählt: Zunächst umwickelt man die Ballons mit dem Band, bis sich ungefähr eine Netzdichte bildet, die gefällt. Danach genau diese Fadenlänge im Kleister einweichen und ein zweites Mal um den Ballon wickeln. Dann gilt bei beiden Anleitungen: Aufhängen und trocknen lassen (min 24h), zuletzt den Luftballon zerstechen und die Reste aus dem Gitternetz entfernen.

Osterdeko 1

Wer die Eier wie ich über eine Vase stülpen möchte, schneidet an der entsprechenden Stelle ein geeignetes Loch. Und schon ist die schöne Frühlingsdekoration fertig.
Sie wirkt alleine, kann aber eben auch für Blumenvasen oder kleine Blumentöpfe genutzt werden. Man kann sie aufhängen, stellen oder legen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur solltet Ihr darauf achten, dass die Eier nicht nass werden, dann verlieren sie an Stabilität. Und, habt Ihr Lust bekommen sie nachzumachen? Ihr findet meine Anleitung zusammen mit vielen anderen tollen DIY Ideen beim Creadienstag.

Liebe Grüße

Gesa

Ge-backen: Zimt-Hefe-Zopf

Zimtzopf 3

Uih, was war das hier kalt am Wochenende! Ich sage nur brrrrrrr……Und wisst ihr was? Genau an dem bisher kältesten Wochenende Hamburgs fällt bei uns auch die Heizung aus. Glück und Segen eines kfW40 Hauses mit Holzpellet-Heizung. Durch die Holzpellet Heizung und vor allem durch eine unfähige Hausverwaltung fällt bei uns ab und zu die Heizung aus weil irgendjemand vergessen hat rechtzeitig neue Pellets zu bestellen. Zum Glück ist unser Haus aber so gut isoliert, dass wir kaum Temperatur verlieren, auch wenn wir mal 3 Tage nicht heizen können. Aber einfach nicht zu ertragen ist das kalte Wasser. Da war ein echter Seelentröster nötig! Für solche Fälle empfehle ich diesen leckeren Zimt-Hefe-Zopf mit dickem Zuckerguß. Noch warm aus dem Ofen sollte er sofort angeschnitten und probiert werden. Und dann muss man einen neuen backen. Was Ihr dafür braucht seht Ihr hier:

Zimtzopf Rezept

Die Zubereitung ist recht einfach. Zunächst wird der Hefeteig hergestellt. Dafür löst man am Besten die Trockenhefe in der lauwarmen Milch auf und vermischt sie mit allen anderen oben genannten Zutaten. Danach wird der Teig abgedeckt und zum Gehen für etwa 1 Stunde an einen lauwarmen Ort gestellt. Wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat, kann es weiter gehen. Zunächst wird die Butter für die Glasur geschmolzen und mit der Vanille vermischt. Danach wird der Hefeteig in 2 gleichgroße Stücke geteilt. Aus diesem Teig habe ich 2 gleichlange Stränge geformt. Diese wurden dann reichlich mit der geschmolzenen Butter übergoßen und anschließend in der Mischung aus braunem Zucker und Zimt gewälzt. Jetzt habe ich die beiden Teigstränge an einem Ende verbunden und dann miteinander zu einem Zopf verschlungen. Bevor ich den Teig in die Kuchenform gebe, werden zunächst die gefrorenen Blaubeeren auf dem Boden verteilt. Dann wird der Teigzopf in die Kuchenform von innen nach außen aufgerollt. Schließlich könnt Ihr den Zopf mit allen Resten der Butterglasur übergießen und bestreuen.
Zimtzopf 4

Nun müßt Ihr Euch nochmal gedulden, den der Teig sollte wieder etwas ruhen und dabei sein Volumen deutlich vergrößern. Aufgrund der gefrorenen Beeren kann das allerdings etwas länger dauern, ich würde etwa 2 Stunden einplanen. Nach dieser Zeit kann der Zopf für 45 Minuten bei 175 Grad gebacken werden. Und für die super saftige Krönung des Kuchens solltet Ihr unbedingt noch den Puderzucker-Guß herstellen, in dem Ihr alle genannten Zutaten gut miteinander vermixt. Den Guß kann man schön über den lauwarmen Kuchen geben und als Extra-Soße auch noch während des Essens parat halten. Eine Alternative die ich mir auch richtig gut vorstellen kann wäre eine normale Vanillesoße. Aber ganz ohne Soße ist dieser Zimt-Hefe-Zopf auch total saftig und noch dazu fruchtig durch die leckeren Beeren am Boden.

Zimtzopf 1

Ihr kennt das Rezept ein bisschen anders? Ihr möchtet lieber kleine Schnecken oder welche mit Apfel? Dann findet Ihr die ultimative Zimt-Schnecken-Sammlung bei Clara von tastesheriff mit Ihrer Aktion „Ich backs mir„. Und meine natürlich auch! Und damit wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken.
Liebe Grüße

Gesa