Ge-reist: mit dem Camper durch Deutschland I

-unbezahlte Werbung da Orts-und Produktnennung-

Wir haben einen Camper! Ich bin so glücklich darüber und es ist so cool damit unterwegs zu sein. Und letztes Jahr sind wir Ge-reist: mit dem Camper durch Deutschland.

unser Marco Polo

Davon will ich Dir gerne erzählen, aber zunächst mal zum Camper. Ich bin im Moment total gerne unterwegs und mag die kleinen Fluchten übers Wochenende, dass kannst Du HIER schon lesen. Dadurch kann ich einfach sehr gut abschalten und man erlebt so tolle Sachen. Nun kann man nicht immer ein Hotel/Pension buchen, das wird uns auf Dauer zu teuer. Und irgendwie mag ich es auch ein paar mehr Sachen mitzunehmen, und nicht immer nur das kleine Gepäck dabei zu haben. Daher haben wir schon mal einen Urlaub mit einem geliehenen Wohnmobil gemacht. Aber das war auch nicht das Richtige für uns – wir wohnen mitten in Hamburg und haben nur einen Tiefgaragenplatz. Da passt so ein Wohnmobil nicht rein. Wie kann man so einen Wagen für den Urlaub beladen wenn Du 3 Straßen weiter geparkt hast? Und wenn man dann unterwegs ist, war das Wohnmobil für uns doch zu groß. Gerade Innenstädte und kleine Straßen sind irgendwie zu klein und man überlegt immer 2 mal bevor man sich auf den Weg macht.

Also haben wir unser Alltagsauto gegen einen Camper getauscht. Wir haben uns für einen Marco Polo von Mercedes entschieden mit Aufstelldach und kleiner Küchenzeile. Für 3 Personen ideal. Dieser Camper von Mercedes ist im Alltag genauso fahrbar wie unser Kombi zuvor und passt super in die Tiefgarage. Außerdem haben wir jetzt eine kleine Grundausstattung immer dabei, so dass wir recht spontan am Wochenende losfahren können ohne viel vorbereiten zu müssen.
Man kann aber auch 2 Wochen Urlaub damit machen, und davon möchte ich Euch heute berichten.

Für die Route quer durch Deutschland habe ich eine Karte in Google Maps erstellt, die Du über den Link ansehen kannst. Alle Sehenswürdigkeiten und Campingplätze habe ich eingetragen und es gibt auf einer 2. Ebene auch gleich die Route. Wenn Du auf die Standorte klickst, gibt es einen Link zu den offiziellen Web-Seiten.
Gereist sind wir mit unserer 7-jährigen Tochter, also haben wir unterwegs immer wieder Zwischenstationen geplant und die Sehenswürdigkeiten richten sich hauptsächlich an Kinder dieses Alters. Unsere Tour stand unter dem Motto „Steine“- wir waren nämlich Mineralien und Fossilien sammeln, haben ein Salzbergwerk und eine Felsenburg besichtigt und auch die kleinen bunten Klemmbausteine von Lego sind zum Zug gekommen. Außerdem haben wir steinhart bei 3 Grad Außentemperatur mit Aufstelldach übernachtet- aber nun genug der Vorrede, es geht um die Details.

Von Hamburg in den Teutoburger Wald

Unser Startpunkt ist Hamburg und an unserem ersten Tag sind wir zum warm werden zunächst nur eine kleine Strecke gefahren und haben unseren ersten Kurzstopp am verrückten Haus in Bispingen unternommen. Hier steht alles Kopf und man kann super lustige Fotos in den ganz normalen Wohnräumen eines Hauses machen das komplett auf dem Kopf steht. Es ist nicht riesig, aber man kann hier gut 30-60 Minuten verbringen. Der Eintrittspreis liegt allerdings bei 14€ für die Familienkarte für 2 Erwachsene und einem Kind.

Von hier aus haben wir uns auf den Weg gemacht Richtung Paderborn. Da mit dem verrückten Haus unsere Tochter ihren Spaß hatte, kam nun mein Mann dran und das Heinz Nixdorf Museum war der nächste Stopp. Tatsächlich ist dieses Museum das größte Computermuseum der Welt und obwohl ich es nicht erwartet hatte, gab es super viele spannende Sachen für jeden zu entdecken . Also für Kinder, Erwachsene und Nerds. In der Ausstellung findest Du Computer, Roboter, Telefone, Schreibmaschinen, Spiele und vieles zur Geschichte der Nachrichtenübermittlung. Man kann sehr viel ausprobieren und alles ist optisch und pädagogisch wirklich gut aufgearbeitet. Ganz klar ein Tipp für die ganze Familie.

Nach soviel Input ging es zu unserem ersten Übernachtungsstopp, dem Campingplatz am Furlbach. Dieser Platz hat ein wunderbares, sehr idyllisch gelegenes Gelände. Wenn man keinen Camper hat, kann man hier auch süße kleine Schlaffässer mieten. Der Platz ist sehr entspannt, es gibt tolle Spielgeräte und einen kleinen Kiosk mit Brötchenservice. Ganz leise hört man im Hintergrund das Rauschen einer Hauptverkehrsstraße. Diese erste Nacht war mit 3 Grad vermutlich die kälteste Nacht in unseren Herbstferien. Aber mit Schlafsack und Bettdecke waren wir sehr gut ausgerüstet. Für extra kalte Nächte hatten wir auch noch eine Geheimwaffe eingepackt, die wir allerdings nicht benötigt haben.

Von dem Campingplatz am Furlbach sind wir am nächsten Morgen zu den Externsteinen im Teutoburger Wald aufgebrochen- nach etwa 20 Minuten Fahrt ist man auch schon da und wir haben eine kleine Wanderung zu den Steinen unternommen. Die Externsteine sind eine naturgeschaffene Felsformation von etwa 40 Meter Höhe. Natürlich haben wir alle Treppenstufen erklommen, die es zu erklimmen gibt und haben den tollen Ausblick in das Tal der Wiembecke genossen.

Wenn man durch den Wald auf diese Felsformation zu läuft ist es wirklich ein toller Anblick und auch die lange Historie dieses Naturdenkmals ist sehr spannend. Wer Lust hat kann von hier auch noch das bekannte Hermannsdenkmal besuchen, da wir aber an dem Tag noch an die Mosel fahren wollen, ging es für uns direkt weiter.

Von der Mosel in den Schwarzwald

Wir quälten uns an diesem Tag durch viel Verkehr und die Strecke ist recht lang, so dass wir erst gegen Abend in Burgen angekommen sind. Hier entscheiden wir uns diesmal spontan für einen Stellplatz und nicht für einen Campingplatz. Uns führt es zum Mühlen Hotel in Burgen das auch 3-4 Stellplätze anbietet. Es liegt zentral und bietet einen Waschraum/ Toilette – darauf sind wir mit unserem Camper angewiesen. Allerdings ist die Ausstattung recht spärlich und das Restaurant des Hotels ist auch nicht zu empfehlen. Auf der Durchreise mit Wohnmobil und eigenem Bad ist dieser Stellplatz durch die zentrale Lage ok, wir würden allerdings nicht nochmal wieder kommen. Aber am nächsten Tag sind wir dafür ganz schnell an der Burg Eltz- das nächstes Ziel auf unserer Reise.

Die Burg Eltz ist ein tolles Ausflugsziel! Die Burg ist eine Höhenburg aus dem 12.Jahrhundert und liegt in einem sehr schönem Naturgebiet. Man kann vom Parkplatz aus zur Burg wandern oder einen kleinen Bus Transfer nutzen. Da leider das Wetter nicht ganz mit gespielt hat, sind wir zunächst mit dem Bus Shuttle gefahren und auf dem Rückweg gewandert. Eigentlich ist es wahrscheinlich schöner, auf dem Hinweg zur Burg zu wandern und so durch den Wald immer mal wieder einen wunderschönen Blick auf das Ziel die Burg Eltz zu bekommen. Auf der Burg werden Führungen angeboten, die wir auch mit unserer 7 jährigen Tochter sehr gut mit machen konnten. Man erhält tolle Einblicke in die Geschichte der Burg, die verschiedenen Räume und ihre Nutzung- das ist auch für Kinder spannend und nicht zu lang.

Von der Burg Eltz machen wir uns noch am selben Tag auf nach Heidelberg. Hier übernachten wir privat bei der Familie und freuen uns über ein richtiges Bett. Unser Ausflugsziel von Heidelberg aus steht wieder voll im Zeichen der Steine- wir besuchen das Salzbergwerk Friedrichshall.

Und das ist wirklich einen Besuch wert! Ab Mitte April bis Mitte Oktober kann man an Samstagen, Sonn- und Feiertagen 180 Meter in die Tiefe einfahren und eine Besichtigung durch dieses riesige Salzbergwerk unternehmen. Man muss etwa 2 Stunden einplanen und kann in dieser Zeit auf eigene Faust einen wirklichen sensationell gestalteten Rundgang machen. Durch Lichtinstallationen wird man durch die riesigen Hallen geleitet und erlebt an verschiedenen Stellen wissenschaftliche, historische oder technische Hintergründe zum Abbau, Gewinnung und Nutzen von dem „weißen Gold“. Und natürlich gibt es auch ein 40m lange Rutsche für die Kinder. Die Atmosphäre in dem Salzbergwerk ist wirklich einmalig und als kleines Highlight darf man an einer Stelle sogar ein paar Salzsteine sammeln und mitnehmen. Und das waren nicht die letzten Steine die bei uns im Camper landeten.

Von Heidelberg aus fahren wir Richtung Schwarzwald. Die Fahrt dorthin ist toll, die Sonne lacht und die Landschaft ist wunderschön. Und das tolle am Camper – wenn es einem gefällt, hält man an, kocht sich einen Kaffee und macht Pause. Wir haben ja alles dabei. Ich liebe diese Art zu reisen und gerade für Kinder ist es toll, weil man mit offenen Augen unterwegs ist und entdecken kann. Und wenn es doch mal länger dauert, dann kann man alles zur Unterhaltung einpacken. Mal- und Bastelsachen sind bei uns immer im Gepäck. Und auch kleine Spiele, ein Ball und natürlich das Reisetagebuch bieten zusätzliche Abwechslung. Das Reisetagebuch wird übrigens während der Reise mit Bildern, Eintrittskarten und anderen Fundstücken wie getrockneten Blumen gestaltet. Das macht während der Reise Spaß und man hat hinterher ein wunderbares Erinnerungsalbum.

Wie unsere Reise durch Deutschland weiter geht, werde ich Dir im zweiten Teil berichten. Der Bericht ist ja schon jetzt ziemlich lang. Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen Inspiration geben und freue mich auf Reisetipps von Dir- Was ist Dein Tipp für einen Ausflug in Deutschland?

Sei Ge-grüßt,

Gesa

Ge-dacht: Mal raus dem Alltagstrott

 

Ich habe letztes Jahr oft Ge-dacht: Ich musst jetzt mal raus aus dem Alltagstrott! Ich brauche Urlaub.

Urlaub ist ja wirklich eine tolle Zeit! Ich mag es sehr Urlaubsreisen zu planen und die Vorfreude ist für mich immer ein sehr großer Teil des gesamten Erlebnisses. Obwohl wir meistens gar nicht so lange im Voraus planen sondern auch gerne recht spontan entscheiden was man machen könnte. Trotzdem sind wir natürlich an die Ferienzeiten gebunden und Urlaub ist auch wirklich nur eine zu kurze Zeit im Jahr. Aber aus dem Alltagstrott raus kommen kann man trotzdem. Und es ist so wichtig, sich mal eine Pause zu gönnen und die Gedanken anders zu bewegen

Daher möchte ich hier für die kleinen Auszeiten eine Lanze brechen.

Kleine Auszeiten vom Alltag sind gut für Dich

Fahr doch mal wieder weg. Nur so am Wochenende. Oder auch nur für einen Tag. Mit der ganzen Familie irgendwo hin wo ihr noch nicht wart. Oder alleine zu einem Ort an den Du immer schon mal wolltest. Für ein paar Stunden raus aus den Terminen und Verpflichtungen. Warum? Weil es gut tut und weil es den Blickwinkel verändert. Vielleicht auch einfach mal treiben lassen und nicht alles im Vorfeld planen. Und dann Zeit haben- Zeit zum Träumen. Tagträumen. Gedanken schweifen lassen. Einfach mal nur so sitzen. Den Blick nicht fokussieren. Mal raus aus dem Alltagstrott.

Am Anfang fand ich das manchmal auch etwas schwer- so Nichts zu tun. Dann haben mir ein paar Spiele mit meiner Tochter geholfen- suche die schönsten Steine oder baue ein Bild aus gefundenen Blättern. Oder kritzel ein Bild ohne vorher zu wissen was es wird. Und dann eine Schluck Wasser trinken. Langsam das kühle Glas in die Hand nehmen dass sich ganz glatt und fest anfühlt. Das Wasser schmecken und sich langsam erfrischt fühlen. Einfach mal nur diesen Moment wahrnehmen….klingt zu esoterisch für Dich? Probiere es doch mal aus!

 

 

 

Mein Tipp: Terminfreier Tag

Also ich habe diese kleinen Abendteuer komplett für mich entdeckt. Natürlich ist es toll auch mal seine freie Zeit zu Hause zu verbringen. Aber dann fange ich an etwas weg zu räumen, eine Waschmaschine anzustellen, nochmal schnell die Terrasse zu fegen, einzukaufen und einen Kuchen zu backen und zwischendurch mit dem Kind zu spielen und schon ist der Tag rum. Einfach so. Untergegangen. Im Alltag.

Viel nachhaltiger für mich und mein Gemüt ist es da mal weg zu fahren. An den Strand- für den ganzen Tag. Oder in den Wald- oder in eine andere Stadt, ein anderes Museum oder, oder, oder. Auf jeden Fall etwas Neues zu unternehmen. Ich finde es dabei einfach so toll seine Gedanken mal um etwas komplett Neues drehen zu lassen. Wirklich dem Alltag zu entfliehen. Und plötzlich kommen mir die Tage viel länger vor. Und vor allem das Ganze ohne den kompletten Plan – also ohne Termine die man einhalten muss. Mein Tipp ist nichts zu verabreden, keine Tickets im Vorfeld zu besorgen und keinen Zeitplan einhalten zu müssen. Wenn etwas dazwischen kommt, soll es dazu gehören und nicht stören. So seltsam es klingt, in meinem Alltag ist es irgendwie Luxus geworden die Augen zu öffnen und sich mal treiben zu lassen.

 

 

Da wir gemerkt haben wie gut uns das tut und wie viel Spaß es macht haben wir uns einen kleinen Camper zugelegt. Wir haben jetzt für kleine oder größere Ausflüge eine kleine Küchenzeile und Schlafplätze dabei. Wenn wir Lust haben packen wir ein paar Sachen ein und fahren los. Da wir in Hamburg wohnen ist natürlich ganz oft das Meer unser Ziel, aber wir haben auch schon am Wegesrand eine Feldes gestanden oder auf Museumsparkplätzen unseren Kaffee gekocht. Ich liebe diese Freiheit und werde Euch demnächst berichten, wie wir unsere ganzen Herbstferien mit dem Camper unterwegs waren um Deutschland zu entdecken.

Hast Du vielleicht ein paar Empfehlungen für uns, wo wir unsere nächste Auszeit verbringen sollten? Wie kommst Du am Besten raus aus dem Alltagstrott?

Sei Ge-grüßt,

Gesa

 

Ge-reist: Kurzurlaub in Boltenhagen

 

Werbung – oder Tipp – ganz wie man es sehen möchte. Allerdings unbezahlt und nur weil ich es selbst schön finde!

Ich hatte mir die Fahrt schon irgendwie entspannter vorgestellt. Ich liebe ja Hamburg wirklich sehr, aber man kommt einfach nicht raus aus dieser Stadt, und auch nicht rein. Stau so weit das Auge reicht und so wird aus der geplanten 1,5 Stunden langen Anfahrt eine 2,5 Stunden lange Anfahrt. Aber dann sind wir da: In Boltenhagen. Und der Kurzurlaub mit meiner kleinen Tochter für ein langes Wochenende kann beginnen.
Wir sind nur zu zweit unterwegs, ein Mädelswochenende mit 36 Jahren Altersunterschied. Meine Tochter ist übrigens 3 Jahre alt. Eigentlich sind wir eine kleine glückliche Familie die aus 3 Personen besteht, aber der Papa ist dieses Mal mit Freunden unterwegs. Und ich will mir beweisen, das ich den Kurztrip mit Kind auch alleine hinbekomme. Das war mir schon immer wichtig in meinem Leben, ich bin manchmal ganz gern allein. Ich weiß, dass einige jetzt vielleicht die Augenbrauen kritisch anheben werden, denn ich spreche hier über ein Luxusproblem. Es gibt so viele Alleinerziehende, die auch weit weniger schöne Aspekte des Lebens immer alleine wuppen müssen, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt. Und ehrlich: Ich habe den größten Respekt davor. Denn ich finde solche Unternehmungen wie ich es hier für die 4 Tage geplant habe schon anspruchsvoll. Dafür habe ich vielleicht ebenfalls Teile in meinem Leben, die andere nicht so ohne Weiteres hin bekommen. So hat jeder seine Herausforderungen.

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Der Weg nach Boltenhagen führt uns durch wunderschöne Alleen zunächst zum Boltenhagener Appartement & Immobilien Service, dort holen wir den Schlüssel für unser Appartement. Und es gibt nicht nur den Schlüssel sondern sogar eine persönliche Begleitung zum Haus und eine gründliche Einweisung. Alles ist perfekt im Landhaus Victoria. Es sieht genau so verwunschen und idyllisch aus wie auf den Internetseiten und liegt zwischen hohen Bäumen direkt an der Strandpromenade. Man hört das Meer rauschen und riecht den Wald – was für eine schöne Mischung. Muschel heißt unser kleines Appartement und ist für uns 2 optimal. Aber mehr Personen passen auch wirklich nicht rein. Dafür gibt es andere Appartements mit mehr Platz und teilweise sogar Kaminofen, sie tragen die schönen Namen Schwan, Eisvogel oder Seepferdchen.  Aber jetzt erst mal zum Strand. Zur Hintertür aus dem Garten, kurz über die Strandpromenade und schon ist man am Strand. Waren das überhaupt 30 Meter? Die Ostsee liegt ruhig und flach, kein Wind ist spürbar und so scheint es für Anfang Oktober noch richtig warm zu sein. Weiße Strandkörbe so weit das Auge reicht und Puderzucker-Sand – wir sind auf alle Fälle richtig hier!

Villa Seebach in Boltenhagen

Der Nächste Tag empfängt uns mit Wolken, trotzdem ist es windstill und mild, so dass wir den Weg zur Villa Seebach, wo wir unser Frühstück bekommen, sehr genießen. Dieses Haus ist mit seinem Fachwerk und der Holzterrasse eine richtige Augenweide an der Mittelpromenade, nur 300 Meter vom Landhaus Victoria entfernt. Kein Wunder, denn es blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück.

Da auf der Mittel- und Strandpromenade keine Autos erlaubt sind, schlendern wir ganz entspannt mit einigen Zwischenstopps zum Frühstück – den Rückweg könnten wir auch am Strand zurück legen. Wir werden sehr freundlich empfangen und das Frühstück bietet alles was unser Herz begehrt. Natürlich jede Menge Fischspezialitäten, aber auch zahlreiche Marmeladen und Konfitüren. Und meine kleine Tochter? Verhält sich wie das wunderbarste Vorzeigekind überhaupt, auch wenn die Nacht nicht ganz optimal war- um das mal vorsichtig auszudrücken. Auch für sie ist es neu das nur ich als bekannter Ansprechpartner in einer fremden Umgebung über mehrere Tage für sie da bin. Ich habe den Eindruck, dass sie sehr viel aufmerksamer auf mich reagiert und so können wir die Zeit zu Zweit richtig genießen. Nach dem Frühstück folgen wir der Mittelpromenade noch etwas weiter Richtung Zentrum. Hier gibt es Souvenirläden, kleine Imbisse, unterschiedliche Geschäfte mit Kleidung oder Handwerkskunst und einige Restaurants. Aber insgesamt drängt sich ein Eindruck in den Vordergrund: Es ist wahnsinnig entspannt!

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Die ganze Atmosphäre wirkt sehr dörflich, alles wird von hohen Bäumen eingerahmt, keine Autos stören die zahlreichen Spaziergänger. Natürlich lebt der Ort vom Tourismus und ich weiß nicht wie es im Sommer hier aussieht, aber auch jetzt an diesem Feiertagswochenende sind die Wege voll mit Touristen und trotzdem ist es gemütlich. Die ganze Infrastruktur ist gut und funktioniert und was es so ganz besonders für mich macht ist die lockere Atmosphäre. Die Strandpromenade ist ein ganz normaler Fußweg, hier ist nichts gepflastert und durchgeplant, sondern harmonisch in den ganzen Ort integriert. Es wirkt eben nicht nach einem durchgeplanten Tourismusprojekt dass 2001 am Reißbrett entworfen und dann mit aller Macht neu aufgebaut wurde.

Kurz ge-sagt: Ich kenne an der Ostsee Scharbeutz und Niendorf, Kühlungsborn und Rügen und ich habe mich verliebt in Boltenhagen. Und in das Landhaus Victoria. Kein anderes Haus zwischen Strand-und Mittelpromenade sieht so wunderschön aus, wie dieses Landhaus. Alle Fußgänger die vorbei kommen bleiben staunend stehen und nehmen ein Prospekt mit. Sieht man das Haus von außen, könnte die etwas kleinere Version Pipi Langstrumpf gehören.
Drinnen aber ist es komfortabel und modern eingerichtet. Die Lage ist zentrumsnah und doch gerade weit genug vom Trubel entfernt, und der Strand ist einfach überall in Boltenhagen wunderschön. Ich glaube ich habe auf den Skizzen erkannt, dass im Sommer direkt beim Strandzugang vom Landhaus Victoria der FKK-Bereich beginnt, aber das ist für unseren Besuch unwichtig. Statt badenden Sommergästen begrüßen uns am Samstag Pferde am Strand. Und Indianer. Es ist Strandderby und die Sonne meint es gut mit allen Gästen.

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Geboten wird ein Kinderanimationsprogramm, eine Voltigier Show, eine Indianershow und natürlich das eigentliche Derby. Wer möchte kann direkt am Strand ein paar Kleinigkeiten essen oder geht Richtung Seebrücke ins Zentrum und schlemmt rund um den Kurpark an den unterschiedlichen Ständen alles was das Herz begehrt. Wir lassen es uns richtig gut gehen und ich verwöhne meine Tochter mit Pommes und Eis. Am 3. Tag unseres Kurzurlaubs bin ich soweit, dass ich alle unnötigen Diskussionen ausfallen lasse- gesunde Ernährung und geregelte Tagesabläufe verschieben wir auf zu Hause. 24 Stunden rundum Betreuung und Alleinverantwortung fordern bei mir ihren Tribut. Ich möchte einfach einen entspannten Urlaub und lockere die Erziehungszügel – was meine Tochter auch entsprechend honoriert. So genießen wir unsere letzten beiden Tage zu Zweit und nehmen ganz viel Boltenhagen-Entspannung mit nach Haus. Gestärkt und wieder anders verbunden durch diesen Kurzurlaub.
„Es war richtig schön hier, oder? Sollen wir hier noch mal her kommen?“
„Ja, das wollen wir. Hier ist es richtig toll! Und das nächste Mal mit Papa! Dem zeig ich dann alles!“
Ja, genau. Aber wenn es sein muss, können wir es auch zu zweit schaffen. Richtig gut sogar. Und das macht mich stolz. Auf meine Tochter und auf mich.
Danke Boltenhagen – wir kommen ganz bald wieder!

Liebe Grüße
Gesa

Ge-reist: Sardiniens Südküste

Werbung – oder Tipp – ganz wie man es sehen möchte. Allerdings unbezahlt und nur weil ich es selbst schön finde!

Wieder da! Zurück aus dem Sommerurlaub. Es war wunderschön. Wollt Ihr wissen wie schön Sardiniens Südküste ist? Na, dann schaut mal her!

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Sardinien ist ja bekannt für die wunderbaren Strände und das glasklare Wasser. Von unserem Ferienhaus konnten wir zu Fuß verschiedene Strände erreichen. Wir mußten uns nur noch entscheiden: Puderzucker-Sandstrand oder ein paar Steine zum Klettern?

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Ein bißchen Luxus? Geht natürlich auch! Absolute Top Empfehlung in Sachen Strandbar von uns ist das Maklas. Hier haben wir uns einen Tag gegönnt und ihn sehr genossen.

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Die Terrasse von unserem Ferienhaus im Villaggio Rocca Sant’Elmo hatte einen wunderbaren Ausblick. Ich habe hier stundenlang einfach nur gesessen und gestaunt.

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Ein wunderbares Essen im Restaurant Sa Marighedda. Wer authentische sardische Küche genießen möchte ist hier genau richtig. 6 wunderbare Gänge, toller Wein, nette Gastgeber und ein toller Kinderspielplatz  für 30 € machen dieses Restaurant absolut empfehlenswert. Apropos sardische Küche: hier wird nicht nur Fisch ganz groß geschrieben, eine absolute Spezialität des Sa Marighedda ist Spanferkel.

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Bei so vielen tollen Stränden ist natürlichen Planschen immer auf der Tagesordnung. Flach abfallende Sandstrände und meistens ruhiges Meer machen die Costa Rei zu einem Traum für Kleinkinder. Und für die Älteren empfehle ich eine Schnorchelausrüstung.

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Ein bisschen Kultur ist natürlich auch dabei, die Stadt Cagliari bietet viele wunderschöne Kirchen, typisch mediterrane Gassen und auch ein paar Shoppingmöglichkeiten.

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An 2 von 14 Tagen gab es dann auch mal so richtig Brandung!

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Hach ja, es war wirklich ein wunderbarer Strandurlaub! Nach all den Impressionen jetzt noch ein paar Informationen zur Reise insgesamt. Wir waren für 14 Tage an der Südostküste von Sardinien an der Costa Rei. Für uns war es bereits die 2. Reise nach Sardinien und wir können den Juni als Reisezeit nur empfehlen. Zu dieser Zeit ist das Wetter dort schon richtig gut, aber der großer Besucheransturm lässt noch auf sich warten. Geflogen sind wir von Hamburg über München nach Cagliari. Insgesamt war die Verbindung sehr gut und auch für unsere 2,7 Jahre alte Tochter war die Reisezeit sehr gut zu ertragen. Ab Cagliari haben wir uns für die gesamten 14 Tage einen Mietwagen genommen. Das würde ich auf Sardinien auch immer empfehlen. Es gibt einfach so viel zu sehen, überall unterschiedliche Strände und andere Naturschönheiten. Zudem waren wir diesen Urlaub Selbstversorger in einem Ferienhaus. Da muss man dann doch ab und zu mal los um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Kleinere Supermärkte und Einzelhändler gibt es in jedem Dorf der Costa Rei, richtige große Supermärkte und Malls findet man hingegen nur um Cagliari herum. Alles zusammen war unser Urlaub der ideale Strand-Kleinkinder-Urlaub. Kultur und Sport ist etwas kurz gekommen, aber dieses Jahr war das auch nicht unser Ziel. Ach ja, und dann war natürlich das fantatisch- italiensisch- sardische Essen so unheimlich gut, dass sich einfach jeder Urlaub auf Sardinien lohnt. Ich werde bestimmt wiederkommen Du wunderbare Insel!

Und was sind oder waren Eure Urlaubsziele dieses Jahr?
Liebe Grüße
Gesa

Ge-Nießen: kurze Pause

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Ihr Lieben,
Es ist an der Zeit die Sonne zu genießen, daher gibt es jetzt für die nächsten Wochen eine kurze Pause auf dem Blog! Kein Fernseher, kein Internet, nur Sonne, Strand und Meer stehen auf dem Programm! Ich wünsche Euch ebenso erholsame Urlaubstage und bin dann mal planschen!
Liebe Grüße,
Gesa

 

Ge-reist: Sardinien 2013

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Werbung – oder Tipp – ganz wie man es sehen möchte. Allerdings unbezahlt und nur weil ich es selbst schön finde!

Ich kann es kaum glauben, aber tatsächlich ist unser Sommerurlaub schon wieder vorbei. Aber er war wunderschön und ich möchte Euch kurz davon berichten. Wir waren dieses Jahr auf Sardinien, und zwar in der Nord-östlichen Gegend, in der Nähe von Olbia. Unser Ort hieß Porto Istana und wir haben hier Ende Juni zwei wunderschöne sonnige, ruhige, erholsame Wochen verbracht. Seit unsere kleine Tochter (fast zwei) da ist, haben sich natürlich die Urlaubsprioritäten etwas geändert. Gesucht hatten wir also nach einem schönen Strandurlaub mit einem bisschen Komfort, aber nicht zu groß oder zu schick. Denn ich bin ganz ehrlich, ich war einfach viel zu faul und wollte nicht viel mit Essen, Kochen etc zu tun haben. Aber ich wollte auch nicht vor Scham im Boden versinken, wenn unsere kleine Maus mal lautstark ihren kleinen Dickkopf durchsetzen will oder die komplette Schokoladeneisportion in 0,1 sek über den Tisch verteilt. Wir haben uns schließlich für das Hotel Ollastu entschieden. Gebucht haben wir über Eva Sardinia, die bei der Suche nach einem Hotel auf Sardinien mit 2 zu verbindenden Zimmern unheimlich nett und kompetent geholfe haben. Alles in allem waren wir mit unserer Hotelauswahl auch sehr zufrieden, auch wenn es ein paar Punkte gab, die nicht ganz optimal waren. Aber zunächst ein paar Eindrücke:

sardinien terassenblick

Sehr positiv fanden wir die Lage: Vom Flughafen in Olbia, der inzwischen von vielen Flüghäfen direkt angeflogen wird, braucht man nur knapp 20 Minuten zum Hotel, und trotzdem hat man gar keinen Fluglärm. Zudem sind viele Einkaufsmöglichkeiten in guter Nähe zu erreichen. Jedoch braucht man unbedingt einen Mietwagen! Den haben wir sogar für Wege auf dem Hotelgelände nutzen müssen. Das Hotelgelände ist nämlich sehr weiträumig, überall stehen maximal 2-geschossige Gebäude mit Zimmern und Suiten verteilt und sind eingebettet in eine wunderbare grüne Landschaft mit einem fantastischen Blick auf das Meer und den Hafen. Wir hatten das Glück das Hotel-Ferienhaus Nummer 184 zu bekommen, obwohl wir eigentlich 2 Doppelzimmer mit Verbindungstür gebucht hatten. Das bedeutet wir waren nur 100-300m von verschiedenen Stränden entfernt und hatten zudem ein ganzen Haus für uns. Inklusive Terrasse, Küche, Wohnzimmer etc. Das ist natürlich mit Kind super. Allerdings waren wir damit maximal weit weg vom Restaurant, so dass wir diese Strecke wie schon erwähnt meistens lieber gefahren sind. Wir waren letztlich sehr glücklich mit diesem Haus. Einige kleine Abstriche gab es für eine sehr kindergefährliche freistehende Wendeltreppe aus Stein ohne Geländer, die fehlende Kaffeemaschine oder ähnliches, und den etwas mäßigen Zustand. Damit meine ich die etwas schäbige Ausstattung mit zahlreichen Gebrauchsspuren. Uns hat das tatsächlich gar nicht gestört, wenn wir dieses Haus aber zu dem Originalpreis gebucht hätten, wäre ich sicherlich schon etwas enttäuscht gewesen.

sardinien strand

Die Strände in der Umgebung sind wirklich wunderschön, das Wasser ist kristallklar und man kann wählen ob man den Strand mit Puderzuckersand oder den Strand mit leichten Kieseln haben möchte. Man sollte aber bedenken, dass in dieser Gegend fast immer mehr oder weniger Wind weht. Wir hatten eine Strandmuschel dabei, die an einigen Tagen ganz schön gebeutelt wurde. Aber durch die unterschiedliche Strandauswahl kann man hier auch gut die Strandwahl nach der Windrichtung treffen. Für etwas ältere Kinder würde ich Badeschuhe empfehlen, denn in den etwas tieferen Wasser beginnen hier bereits die ersten Steine. Das ist ein wunderschönes Schnorchelerlebniss mit Korallen, Fischen und allerhand anderes Meeresgetier. Dazu gehören aber eben auch Seeigel und Seegurken.

Das Restaurant unseres Hotels wird vielfach hoch gelobt. Wenn man Halbpension gebucht hat, bekommt man jeden Abend ein 4 Gänge Menü und man kann zwischen 3 Gerichten wählen. Das Essen war gut und insbesondere die sardische Küche hat uns super gefallen. Die typische italienische Kinderfreundlichkeit sorgte jeden Abend für ein tolles Kinderessen (Pasta in allen Variationen aber auch andere Wünsche wurden erfüllt). Dennoch würde ich die an einigen Stellen sehr hochgelobte Küche nicht unebdingt als ein besonderes, unbedingtes Feinschmeckerrestaurant  empfehlen.

sardinien restaurantblick

Wenn man möchte kann man mit einem Mietwagen in der Umgebung natürlich noch viele Ausflüge machen, manchmal muß man jedoch 1-2 Stunden Fahrt einplanen, wenn man zum Beispiel Grotten oder Schluchten besuchen möchte. Wir waren alle sehr erholungsbedürftig und haben daher diesmal hauptsächlich einen Strandurlaub genossen.

Fazit: Dies war mein 2. Sardinienbesuch und bestimmt nicht der letzte. Ich bin ein großer Fan der Insel. Zudem ist Sardinien so groß und vielseitig, dass ich unbedingt auch noch die anderen Ecken kennen lernen will. Das Hotel war schön und wir haben uns wohl gefühlt, dennoch war es nicht so einzigartig oder sensationell, dass ich noch ein 2. Mal genau dorthin fahren würde.

Wart Ihr schon mal auf Sardinien? Was hat Euch besonders gut gefallen?

Liebe Grüße

Ge-sa