Ge-eist: Cookie-Karamell und Schoko-Kaffee Eis

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Sommer ist Eiszeit! Naja, bei mir eigentlich nicht denn bei mir ist das ganze Jahr Eiszeit! Ich könnte wirklich immer und überall ein Eis essen, ich bin absoluter Eis-Fan. Es gibt eine schöne Kindheitsgeschichte von mir die das beweist: Ich bin auf dem Land groß geworden und in der Nähe meines Elternhauses gab es damals genau 2 Möglichkeiten Eis zu kaufen. Entweder ein Kiosk auf einem Krankenhausgelände oder eine Tankstelle. Der Kiosk war näher dran, wurde aber meistens von einem sehr griesgrämigen Mann geführt. Die Tankstelle war ein paar Schritte weiter, wurde aber dafür von einer netten Bekannten geleitet. Nachteil war hier natürlich ganz klar, dass somit meine Eltern auch über unseren Eiskonsum Bescheid wußten. Gab es also von den Eltern mal ein paar Pfennige um ein Eis zu kaufen, dann gingen wir zur Tankstelle. Haben wir selbst entschieden etwas von unserem Taschengeld in Eis zu investieren und wußten, dass unsere Eltern davon vielleicht nicht ganz so begeistert waren, gingen wir zum Kiosk.
Bevor wir dieses strategische Vorgehen gewählt haben, gab es ein schönes Aha Erlebnis. Um unser akutes Verlangen nach Eis zu stillen hatte ich eines Tages die Idee mein Sparschwein zu plündern. Leider war es ziemlich stabil und die Münzen wollten auch durch kräftiges Schütteln einfach nicht raus kommen, also entschloss ich mich mit meiner Freundin mitsamt dem ganzen Sparschein zur Tankstelle zu gehen und dort um Hilfe zu bitten. Ich glaube wir waren damals ungefähr 5. Und so standen wir zwei kleinen Mädchen dann mit unserem Sparschwein in der Tankstelle und baten um ein Eis. Ergebnis war, dass sehr schnell unsere Eltern angerufen wurden um über das Schweine-Opfer zu berichten. Es gab dann leider kein Eis und das Schwein blieb ganz….
Jetzt aber kann ich selbst über meinen Eiskonsum bestimmen und nun sogar noch selbstständiger als jemals zuvor, denn ich habe zu meinem Geburtstag eine Eismaschine geschenkt bekommen! Und ich liebe sie! Es ist eine richtige Maschine mit Kompressor und Timer, das ist großartig. Ich habe schon etliche Eisrezepte probiert und es haben sich inzwischen schon ein paar Favoriten ergeben, die ich unbedingt mit Euch teilen möchte: Das wunderbar einfache und super leckere Cookie-Karamell Eis und das etwas aufwendigere aber dafür genauso leckere Schoko-Kaffee-Eis. Das Schoko-Kaffee-Eis Rezept habe ich aus einem Rezept von Jeni Britton Bauer und ihrem Buch „das beste Eis der Welt“ entwickelt. Und diese Zutaten braucht ihr für Euer selbst gemachtes Eis:

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Grundlage für das Karamell-Eis ist natürlich eine Karamell-Creme die Ihr zuvor aus einer Dose gezuckerter Kondensmilch herstellt. Dafür müsst Ihr die Dose für 2-3h in leicht kochendes Wasser legen. Bitte achtet hierbei darauf, dass die Dose komplett mit Wasser bedeckt ist und nur leicht vor sich hin simmert. Nach den 2-3h Stunden müsst Ihr die Dose abkühlen lassen bevor Ihr sie öffnet. Ihr könnt das Ganze auch schon 2-3 Tage vorher machen und erst später öffnen. Jetzt geht es ganz schnell: Saure Sahne mit der Karamell-Creme und der normalen Sahne mischen und ab in die Eismaschine für 30-40 Minuten. Wenn Ihr keine Eismaschine habt, könnt Ihr einfach die süße Sahne vorher steif schlagen, dann alle 3 Komponenten vorsichtig unterrühren und ab ins Eisfach. Allerdings sollen noch die Kekskrümel unter gerührt werden, also müsst ihr regelmäßig nach gucken, wie fest Euer Eis schon ist und kräftig umrühren. Kurz bevor es ganz fest ist, kommen die Kekskrümel aus zerbröckelten Butterkeksen dazu. Bei der Eismaschinenzubereitung einfach am Ende die Kekskrümel kurz unter heben und das Eis frisch genießen (sehr cremig) oder noch für eine Stunde ins Eisfach stellen. Ich liebe dieses Eis, denn für Karamell würde ich fast alles tun. So einfach und so lecker!

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Das Schoko-Eis ist in der Zubereitung etwas komplexer, aber auch hier überzeugt das Endergebnis. Für das Eis müsst Ihr zunächst einen Schoko-Kaffee Sirup herstellen. Dazu kocht Ihr den Kaffee mit dem Kakao und den 50g Zucker auf. Dann gebt Ihr die dunkle Schokolade dazu und lasst sie schmelzen. Wenn der Sirup etwas abgekühlt ist, gebt Ihr den Frischkäse hinzu. Nebenbei müsst Ihr die Speisestärke in etwas kalter Milch mit 2 EL Zucker auflösen. Die übrige Milch wird mit der Sahne und dem restlichen Zucker aufgekocht, und zwar für etwa 4 Minuten unter rühren. Dann könnt ihr das Ganze vom Herd nehmen und die Speisestärke unterrühren. Nochmal kurz aufkochen damit alles andickt und dann langsam mit dem Schokoladensirup mischen. Jetzt muss die ganze Mischung nur noch abkühlen und kann dann in die Eismaschine für 30 Minuten. Ich habe am Ende noch einige Schokoraspel unter gehoben, aber das ist natürlich variabel.
Ich sage Euch, die beiden Eissorten zusammen sind einfach der Hammer. Auch richtig gut mit frischen Erdbeeren dazu! Ich bin jedenfalls unheimlich glücklich mit meinem neuen Küchentool, auch wenn das unterbringen einer weiteren Maschine nicht so ganz einfach ist. Aber ich werde bestimmt noch ganz viele weitere Eissorten testen und probieren und natürlich von den Erfolgen berichten.
Was ist denn Eure liebste Eissorte?

Liebe Grüße
Gesa

 

Ge-eist: Birnen-Vanille-Sorbet

Birnen-Vanille Sorbet

Hey, ein paar kleine Schneeflöckchen gibt es bei uns in Hamburg! Die ersten habe ich gleich auf Instagram festgehalten! Und wenn schon die ersten Eiskristalle einschneien, dann lege ich doch gleich noch ein paar drauf mit einem wunderbaren Birnen-Vanille-Sorbet.
Das ist ein ganz toller Nachtisch, insbesondere wenn Ihr wie ich im Moment auf deftige Hausmannkost steht. Denn auch wenn der Hauptgang noch so schwer und sättigend ist, etwas Süßes hinterher muss für mich einfach sein. Dieses leichte Dessert passt daher besonders gut. Folgende Zutaten braucht Ihr dafür:
Birnensorbet rezeptZunächst die Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Am Besten sofort danach die Birnenstücke mit Zitronensaft beträufeln, zuvor solltet Ihr jedoch die Schale der Zitrone fein abreiben. Den Zitronenabrieb mit dem Wasser und dem Puderzucker aufkochen lassen. Wenn sich der Zucker komplett gelöst hat, die Birnenstücke hinzufügen und weiter leise köcheln lassen. Währenddessen die Vanilleschote aufschneiden und das Fruchtmark heraus kratzen. Sowohl die Schote als auch das Vanillemark zu der Birne geben und weiter dämpfen lassen. Sobald die Birnen ganz weich gekocht sind, den Topf vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Nun könnt Ihr die leere Vanilleschote wieder entfernen und anschließend die Mischung im Mixer oder mit dem Pürierstab sehr fein pürieren.

Birnensorbet

Schließlich verfeinert man mit Prosecco oder alternativ mit Fruchtsaft (Birne, Apfel und Ananas passen sehr gut) das Sorbet. Es sollte natürlich nicht zu flüssig werden, die Menge hängt ein bisschen von dem Reifegrad Eurer Birnen ab. Reife süße Birnen sind natürlich deutlich saftiger, hier reicht sowohl für einen schönen Geschmack als auch für die Konsistenz etwas weniger Flüssigkeit. Und nun natürlich noch einfrieren…in vielen Rezepten für Sorbets lese ich immer wieder, dass man während des Frierens zu Beginn alle 30 Minuten alles mit einer Gabel durchrühren soll. Irgendwie ist das nichts für mich, Ihr wisst ja dass ich lieber einfache Rezepte liebe. Und was soll ich sagen, dieses Sorbet funktioniert auch wunderbar ohne dieses Procedere. Einfach ein paar Minuten vor dem Servieren aus dem Eisfach holen und dann nach und nach dünne Schichten abkratzen. So hat das Sorbet eine tolle Konsistenz und keine fiesen Kristalle.
Habt Ihr schon mal Sorbet gemacht und fleißig gerührt? Oder kennt Ihr auch ein Rezept ohne rühren?
Liebe Grüße
Gesa

Birnen-Vanille Sorbet